AUSSTELLUNG

Distant Islands - Fotografien zum Brexit

Eine Fotoausstellung von Sebastian Wells, Lars Bösch und Annemie Martin
Foyer des Kulturwissenschaftlichen Zentrums der Universität Göttingen, 22. November bis 15. Dezember 2019
Eröffnung am Freitag 22.11. um 15.00 Uhr. Einführung: Sebastian Wells

Ein Neologismus, eine Auflehnung und die Unabsehbarkeit ihrer Folgen: Der Brexit. Den Austritt eines Mitgliedsstaates aus der EU hat es so nie gegeben, folglich bewegen sich alle Ausblicke auf rein spekulativem Boden. Was aber greifbar wird, sind die aktuellen Stimmungen eines Landes, das uns nah und gleichzeitig seltsam fern erscheint.
Drei Absolvent*innen der Berliner Ostkreuzschule präsentieren auf eigenwillige Weise ihre Sicht auf diese abstrakte politische Begebenheit. Wir präsentieren ihre fotografischen Arbeiten aus dem Jahr 2017, die sich thematisch dem Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union annähern.
Sebastian Wells fotografiert Anekdoten in der einstigen Kohlearbeiter-Hochburg Wigan, die innerhalb der Metropolregion Greater Manchester prozentual die meisten Leave-Wähler zählt. Lars Bösch dagegen betrachtet nüchtern und basierend auf Zahlen von der EU geförderte Bauprojekte in Manchester. Annemie Martin hat der Stimmung an britischen Hochschulen nachgespürt.
Die Arbeiten der Stipendiat*innen wurden bereits mehrfach veröffentlicht und ausgestellt u.a. im Willy-Brandt-Haus, in der Fotogalerie Friedrichshain, dem Goethe Institut London, der Stemmler Stiftung Berlin, bei der Triennale für Fotografie in Hamburg sowie in der Friedrich-Ebert-Stiftung in Hamburg.