Weißer, weißer Tag / Hvitur, Hvitur Dagur

Montag 25.11. um 17.00 Uhr im Lumiere

Island 2019, 109 Min.
Isländische Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Regie: Hlynur Palmasson
Darsteller: Ingvar Sigurdsson, Ida Mekkin Hlynsdottir, Hilmir Gudnasson

An "weißen Tagen", wenn die schneebedeckte Erde mit dem Himmel verschmilzt, treffen sich nach isländischem Aberglauben die Lebenden mit den Toten: ein packendes Drama um einen Mann, der die Trauer um seine Frau bis zur Obsession steigert.
Ingimundur, ein ehemaliger Polizist, hat vor zwei Jahren seine Frau bei einem tragischen Unfall verloren. Der Tod lastet schwer auf ihm, mühsam versucht er, seinen Schmerz umzuleiten - in die Sorge um seine Enkelin und die Renovierung seines Hauses. Als er beim Stöbern in alten Sachen auf Hinweise trifft, die auf eine vermeintliche Affäre seiner Frau schließen lassen, erwacht in Ingimundur sein alter kriminalistischer Spürsinn - und verstrickt ihn in eine Recherche, die immer wahnhaftere Züge annimmt.
"Hlynur Palmason erzählt die sich immer weiter zuspitzende Geschichte über unterdrückte Gefühle, die in einer großartig abwechslungsreichen Landschaft langsam hochkochen." (Berlinale, Screendaily)

Jellyfish

Montag 25.11. um 19.15 Uhr im Lumiere

GB 2019, 101 Min.
Englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Regie: James Gardner
Darsteller: Liv Hill, Sinéad Matthews, Cyril Nri, Angus Barnett

Die erst 15 Jahre alte Sarah Taylor hat es alles andere als leicht. Zu Hause muss sie sich nicht nur um ihre jüngeren Geschwister kümmern, auch ihre manisch depressive Mutter muss von ihr betreut werden. In der Schule wird sie gemobbt, und in ihrem Job drangsaliert sie ihr Boss. Doch Sarah ist stark und bewältigt ihre Situation mit einer ihr eigenen Portion Humor und einer verblüffenden Schlagfertigkeit. Als die Abschlussfeier an ihrer Schule ansteht, lässt sie sich von ihrer Lehrerin in darstellendem Spiel überreden, eine Stand Up-Comedy-Nummer einzuüben. Dabei wird ihr großes komisches Talent offenkundig, doch das bringt ihr Leben ordentlich durcheinander - sie muss sich zwischen ihrer Verantwortung für ihre Familie und ihrer neuentdeckten Leidenschaft entscheiden.
Eine gleichermaßen berührende wie ermutigende Geschichte über das Erwachsenwerden getreu dem Motto: "Dieses Leben ist eines der Härtesten."

Gott existiert, ihr Name ist Petrunya

Montag 25.11. um 21.15 Uhr im Lumiere

Mazedonien 2019, 100 Min.
Mazedonische Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Regie: Teona Strugar Mitevska
Darsteller: Zorica Nusheva, Labina Mitevska, Simeon Moni Damevski

Petrunya hat Geschichte studiert, ist 31 Jahre alt, übergewichtig und lebt bei ihren Eltern. Eigentlich fehlen ihr alle Zukunftsperspektiven, aber ihre Mutter zwingt sie trotzdem zum Arbeiten und nötigt ihr dubiose Treffen mit widerlichen potenziellen Arbeitgebern auf. Nachdem einer von ihnen ihr eines Tages nach dem Gespräch sagt, dass sie zu alt und hässlich sei und mit ihrem Geschichtsstudium nicht einmal als Näherin tauge, lässt Petrunya ihrem Frust freien Lauf. Es ist Dreikönigstag und Petrunya läuft an einer Prozession vorbei. Traditionell wirft an diesem Tag der Priester ein gesegnetes Kreuz ins kalte Flusswasser. Junge Männer springen in den Fluss, um danach zu tauchen. Doch auch Petrunya springt in das reißende Wasser und steigt mit dem Kreuz empor. Das Resultat ist ein waschechter Skandal, der verkrustete patriarchale Strukturen in der mazedonischen Gesellschaft aufzeigt.
GOTT EXISTIERT, IHR NAME IST PETRUNYA nimmt als Ausgangspunkt eine Episode, die sich auf dem Balkan, in Nordmazedonien zugetragen hat, und entwickelt sie zu einem satirischen Film über Religion, Machismo und die Rolle der Frau.