Der Flohmarkt der Madame Claire / La dernière folie de Claire Darling

Donnerstag 29.11. um 17.00 Uhr im Lumiere

Frankreich 2018, 94 Min.
Französische Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Regie: Julie Bertucelli
D.: Catherine Deneuve, Chiara Mastroianni, Alice Taglioni

An einem wunderschönen Sommertag wacht in einem kleinen französischen Dorf Madame Claire auf - überzeugt davon, dass heute ihr letzter Tag auf Erden sei. Claire beschließt, ihr gesamtes Hab und Gut im Garten ihres großzügigen Landhauses zu verkaufen, von wertvollen Uhren, lieb gewonnenen Antiquitäten bis hin zu handgefertigten Unikaten. Wenn sich schon ihre Erinnerungen mehr und mehr verflüchtigen, benötigt Claire auch ihre ans Herz gewachsenen Möbel und Sammlerstücke nicht mehr - das ganze Dorf kommt bei dem außergewöhnlichen Flohmarkt auf seine Kosten.
Mit betörender Eleganz und anmutiger Sinnlichkeit erobert die legendäre Grande Dame des französischen Kinos, Catherine Deneuve, an der Seite ihrer Tochter Chiara Mastroianni in DER FLOHMARKT DER MADAME CLAIRE die Kinoleinwand sensationell zurück. Der Regisseurin Julie Bertuccelli gelingt eine einfühlsame Momentaufnahme überraschend lebendiger Erinnerungen, die nicht nur die Vergangenheit würdigen, sondern auch eine versöhnliche Zukunft versprechen.

Von komischen Vögeln

Donnerstag 29.11. um 19.00 Uhr im Lumiere

D 2017, 85 Min.
Regie: Eike Weinreich
D.: Jürgen Sarkiss, Torsten Bauer, Elisabeth Kopp

Jockel hat erstmal keinen Bock. Nicht auf den Haufen "komischer Vögel", mit denen er Lieder einüben soll. Jockel, ehemaliger Musiker, hatte im Suff eine Pizzeria überfallen und bekam zur Bewährung 200 Sozialstunden aufgebrummt. In einer Betreuungseinrichtung soll er nun den dortigen Chor leiten. Hier muss er sich nicht nur mit dem Chef der Einrichtung auseinandersetzen, sondern auch rasch einen Zugang zu den Mitgliedern seines außergewöhnlichen Chores finden.
Die Tragikomödie VON KOMISCHEN VÖGELN ist vermutlich der erste deutsche inklusive Kinofilm! Gedreht wurde in den Oldenburger Gemeinnützigen Werkstätten mit Schauspielern und einer Gruppe dort arbeitender Menschen mit Behinderung. "Dabei war es Regisseur Weinreich wichtig, dass alle, die Lust dazu hatten, mitspielen durften. So ließ er im Drehbuch Freiräume für die Aufnahmen mit den Laien, die sich dabei vorstellten, zum ersten Mal versuchten zu singen, zusammen lachten. Die improvisierten Sequenzen fügen sich nahtlos in die Handlung und vermitteln intensiv Spielfreude und positive Energie. Das wirkt nie voyeuristisch und ist oft komisch, aber nie auf Kosten der DarstellerInnen." (taz)

Regisseur Eike Weinreich ist zu Gast beim Festival.

Alles ist gut

Donnerstag 29.11. um 21.30 Uhr im Lumiere

D 2018, 93 Min.
Regie: Eva Trobisch
D.: Aenne Schwarz, Andreas Döhler, Hans Löw, Lina Wendel

Alles ist gut - das ist zumindest der Eindruck, den Janne vermitteln möchte. Aber nichts ist gut. Nicht, seitdem ihr neuer Chef ihr seinen Schwager Martin vorgestellt hat, der noch am selben Abend gegen ihren Willen mit ihr Sex hatte. Janne lässt erst mal alles seinen gewohnten Gang gehen - wenn man die Dinge nicht zum Problem macht, hat man auch keins. Sie will nicht Opfer sein. Doch ihr Verdrängungsstrategie führt nach und nach zu einer stillen Ohnmacht. Bis Janne ihr Leben und die Liebe zu ihrem Freund Piet langsam entgleiten.
Mit stiller Wucht und einer fast beiläufigen Leichtigkeit, die angesichts des Themas überrascht, erzählt Eva Trobisch in ihrem Debüt von einer Nacht und den Folgen, die sich für die Beteiligten daraus ergeben. Beim Filmfest München gewann sie mit ALLES IST GUT den Förderpreis Neues Deutsches Kino.