Fortunata

Mittwoch 28.11. um 16.45 Uhr im Lumiere

Italienische Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Regie: Sergio Castellitto
D.: D.: Jasmine Trinca, Stefano Accorsi, Alessandro Borghi, Hanna Schygulla

Fortunata, die Glückliche, so heißt sie - oder nennt sie sich nur so? Sie zieht alleine die achtjährige Barbara groß, hin und wieder tritt der Vater, ein Polizist, polternd in das Leben der beiden. Fortunata möchte einen Frisiersalon eröffnen, sie möchte das Beste für Barbara, und auf viel leiseren Sohlen schleicht sich deren Therapeut in Fortunatas Herz und ihren Alltag. Das ist gegen die Regeln - wie so vieles von dem, was die Glückliche tut. Aber kann es anders sein, wenn man den eigenen Weg zu zweit gehen will?
Schauspielstar Sergio Castellitto läuft auf dem Regiestuhl zur Hochform auf, macht Kino mit überschäumendem Temperament und nutzt nicht zufällig die gleichen römischen Schauplätze wie Pasolinis Klassiker Mamma Roma. Zum Ereignis wird der Film aber durch Jasmine Trinca, die hier voll unbändiger Energie eine starke Frauenfigur porträtiert, die sich niemals unterkriegen lässt. Für ihre fantastische Leistung wurde sie sowohl beim Festival von Cannes als auch bei den italienischen Filmpreisen "David di Donatello" als beste Darstellerin ausgezeichnet.

Barbara

Mittwoch 28.11. um 19.00 Uhr im Lumiere

Frankreich 2017, 97 Min.
Französische Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Regie: Mathieu Amalric
D.: Jeanne Balibar, Mathieu Amalric, Vincent Peirani

Die Schauspielerin Brigitte soll in einem Film die französische Chanson-Legende Barbara spielen. Sie hat sich akribisch auf die Rolle vorbereitet, Gesten, Blicke und Betonungen der Sängerin perfekt einstudiert. Doch je länger die Proben andauern, desto mehr übernimmt der Charakter die Kontrolle über sie. Regisseur Yves arbeitet sich derweil durch Berge von Archivmaterial und Tonaufnahmen und lässt sich von Barbara inspirieren. Oder doch mehr von Brigitte?
Schauspieler und Filmemacher Mathieu Amalric wollte bewusst keine konventionelle Künstlerbiographie drehen. Entstanden ist eine manchmal unvorhersehbare, aber immer liebevolle und verspielte Hommage an die "Dame en noir" und zugleich auch an Hauptdarstellerin Jeanne Balibar. Für ihre atemberaubende Performance wurde Balibar mit dem begehrten französischen Filmpreis "César" ausgezeichnet.

Liebesfilm

Mittwoch 28.11. um 21.00 Uhr im Lumiere

D 2018, 82 Min.
Regie: Robert Bohrer, Emma Rosa Simon
D.: Erich Klotzsch, Lana Cooper, Hartmut Becker, Gerdy Zint

Lenz ist ein charmanter Rumtreiber aus Kreuzberg. Als er sich in die energische Ira verliebt, verbringen sie einen unbeschwerten Sommer. Bis Ira klar macht, dass sie ein Kind will. Der Gedanke an Nachwuchs macht Lenz Angst. Er läuft davon und führt wieder sein altes Leben: ausschlafen, feiern und mit seinem Freund Kenn rauchend in der WG-Küche sitzen. Doch Lenz vermisst Ira. Als er sie zufällig wiedersieht, werden sie nach einer wilden Liebesnacht wieder ein Paar. Dann ist Ira schwanger. Lenz fühlt sich betrogen, Ira sich im Stich gelassen. Können die beiden Ihre Liebe noch retten?
Eine wunderbar leichte und authentische Liebeskomödie aus dem Berliner Milieu, mit trockenem Humor und herrlich surrealen Einfällen. Da kommt es schon mal vor, dass berühmte Personen der Zeitgeschichte in das Leben von Lenz eintreten, um dem Verunsicherten Tipps in Liebesdingen zu geben.