Frantz

Sonntag 25.11. um 16.30 Uhr im Alfred-Hessel-Saal

Frankreich/D 2016, 113 Min.
Französisch-deutsche Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Regie: Francois Ozon
D.: Paula Beer, Pierre Niney, Anton v. Lucke, Ernst Stötzner

Quedlinburg im Harz, 1919: Frantz ist als Soldat in den Ersten Weltkrieg gezogen und nicht mehr lebendig von dort zurückgekehrt. Besonders Anna hat schwer mit diesem Verlust zu kämpfen. So besucht sie jeden Tag im Angedenken an ihren geliebten Verlobten dessen Grab, in dem Wissen, dass Frantz in Frankreich getötet wurde. Eines Tages gesellt sich jedoch ein Fremder zu Anna und sucht ebenfalls die letzte Ruhestätte von Frantz auf: Es ist der geheimnisvolle junge Franzose Adrien. Sein plötzliches Auftauchen sorgt in Annas Heimatdorf für Aufsehen und unvorhersehbare Reaktionen. Schließlich haben die Deutschen den Krieg gegen Frankreich verloren. Was will der unbekannte Franzose also hier? Kann es am Ende sein, dass die beiden Feinde unterschiedlicher Nationen entgegen aller Wahrscheinlichkeit eine Freundschaft verband?
Der von der Kritik hochgelobte Film von Francois Ozon ist ein "filmisches Meisterwerk über die Kunst des Verzeihens - und die Kunst der Lüge." (Der Spiegel). Paula Beer wurde beim Festival von Venedig als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet.
100 Jahre Ende des Ersten Weltkriegs - In Kooperation mit der Deutsch-Französischen Gesellschaft Göttingen

Das Haus am Meer / La villa

Sonntag 25.11. um 17.00 Uhr im Lumiere

Frankreich 2017, 107 Min.
Französische Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Regie: Robert Guédiguian
D.: Ariane Ascaride, Jean-Pierre Darroussin, Gerard Meylan

Als ihr Vater schwer erkrankt, kehren Angèle und Joseph in den kleinen Küstenort nahe Marseille zurück, wo sie aufgewachsen sind und wo ihr Bruder Armand seit Jahren die Stellung im kleinen Restaurant der Familie hält. Zusammen müssen sie entscheiden, wie es mit dem Haus, dem Restaurant und ihrem Vater weiter gehen soll.
Es ist eine überschaubare Konstellation, doch es gelingt Guédiguian und seinen wunderbaren Schauspielern und Schauspielerinnen - Ariane Ascaride, Jean-Pierre Darroussin, Gérard Meylan - mühelos, im Rahmen einer einfachen Familiengeschichte Themen zu verhandeln, die nicht nur die französische Gesellschaft gegenwärtig umtreiben, sondern ganz Europa: Generationenkonflikte, zerstreute Familien, Klassenunterschiede, Flüchtlingselend - und die alles entscheidende Frage danach, wie wir leben wollen.

Wilde Erdbeeren / Smultronstället

Sonntag 25.11. um 18.30 Uhr im Lumiere

Schweden 1957, 90 Min.
Schwedische Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Regie: Ingmar Bergman
D.: Victor Sjöström, Ingrid Thulin, Bibi Andersson, Gunnar Björnstrand

Wie findet man inneren Frieden? Der alte und eigensinnige Professor Isak Borg, der mit seiner Schwiegertochter im Auto unterwegs ist, um einen Preis entgegen zu nehmen, wird auf der Fahrt von Erinnerungen, Begegnungen, (Alp)träumen aufgewühlt und beschließt, sein Leben zu ändern.
Ingmar Bergman hat viele großartige Filme gemacht, aber dieser frühe ist der berühmteste. Das liegt an der Geschichte, die leicht und schwer zugleich ist. Das liegt an den unglaublich lebendigen Schauspielern - man wird nicht müde, in ihren Gesichtern zu lesen. Und es liegt an der berückenden Schönheit der schwedischen Landschaft. Hier plädiert Bergman für ein Glück, das in der Offenheit für die Welt und in der Begegnung mit dem Mitmenschen liegt.
In Kooperation mit der Zentralen Einrichtung für Sprachen und Schlüsselqualifikationen der Universität Göttingen ZESS), gefördert vom Swedish Institute (SI).

Vor dem Film gibt es eine Einführung in Ingmar Bergmans Leben und Werk von Renate Bleibtreu (Hamburg), die mit Bergman in persönlichem Kontakt stand und einen Band mit unveröffentlichten Texten von ihm herausgegeben hat.

Yuli

Sonntag 25.11. um 19.15 Uhr im Lumiere

Spanien 2018, 110 Min.
Spanische Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Regie: Iciar Bollain
D.: Carlos Acosta, Enrique Almirante, Cesar Domínguez, Laura De la Uz

Eine inspirierende Filmbiographie mit großartigen Tanzszenen über und mit dem kubanischen Ballett-Weltstar Carlos Acosta, der sich aus einem Armenviertel Havannas auf die großen Bühnen dieser Welt tanzte.
Carlos ist ein wilder Junge auf den Straßen Havannas. Doch sein Vater Pedro erkennt das besondere Tanztalent seines Sohnes, dem er den Spitznamen Yuli gibt. Gegen seinen Willen schickt er ihn auf die staatliche Ballettschule und sorgt mit harter Hand dafu?r, dass Yuli seine Ausbildung beendet. Yuli wird bald zu einem der besten Tänzer seiner Generation, feiert international Erfolge und ist der erste dunkelhäutige Romeo am Royal Opera House in London. Doch trotz des Ruhms zehrt das Heimweh an ihm, die Sehnsucht nach Freunden und Familie. Als er nach einer Verletzung mit dem Tanzen pausieren muss, geht er zurück nach Kuba - und setzt seine Karriere aufs Spiel.

Im Gleichgewicht / L'equilibrio

Sonntag 25.11. um 21.30 Uhr im Lumiere

Italien 2017, 90 Min.
Italienische Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Regie: Vincenzo Marra
D.: Mimmo Borrelli, Roberto Del Gaudio, Giuseppe D'Ambrosio

Giuseppe, ein Priester aus der Region Kampanien, arbeitet in einer Gemeinde in Rom. Nach einer Glaubenskrise bittet er den zuständigen Bischof um Versetzung in eine Gemeinde seiner Heimat. Dort soll er den Pfarrer Don Antonio ersetzen, einen charismatischen und wortgewandten Mann, der von allen geschätzt und geachtet wird. Bevor er geht, führt Don Antonio Giuseppe in die harte Realität des Stadtviertels ein. Als Giuseppe dann auf sich allein gestellt ist, versucht er der Gemeinde auf jede Art zu helfen, stößt aber zunehmend auf den Widerstand der organisierten Kriminalität, die den Ort beherrscht. Dennoch beschließt er, seinen Weg ohne Angst und mit Mut und Hartnäckigkeit weiterzugehen.