Der Schatz

Montag 28.11. um 17.00 Uhr im Lumiere

Rumänien 2016, 89 Min.
Rumänische Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Regie: Corneliu Porumbiu
D.: Toma Cuzin, Adrian Pourcarescu, Corneliu Cozmei

Der Beamte Costi führt ein bescheidenes, beschauliches Leben mit seiner Frau und seinem sechsjährigen Sohn. Eines Nachts jedoch klingelt sein Nachbar Adrian bei ihm, um sich Geld zu leihen: sein Elternhaus stehe kurz vor der Pfändung. Als Costi leider nicht helfen kann, verrät ihm Adrian, dass ein von seinem Ur-Großvater vergrabener Schatz auf dem Grundstück schlummern soll. Wenn Costi es schafft, einen Fachmann mit Metalldetektor anzuheuern, wird die Hälfte des Schatzes ihm gehören - falls es diesen tatsächlich gibt.
"Bei der anstrengenden Suche kommt allerdings mehr zum Vorschein als eine rostige Kiste. Nach und nach werden auch verschiedene Schichten der rumänischen Vergangenheit freigelegt. Der doppelbödige Film verbindet Versatzstücke aus Märchen und Abenteuerfilm mit Charakterstudie und schwarzer Komödie zu einem brillanten Drama über die rumänische Gegenwart und ihren Umgang mit der Geschichte. Sehenswert." (filmdienst)

Leben ist einfach mit geschlossenen Augen / Vivir es fácil con los ojos cerrados

Montag 28.11. um 19.00 Uhr im Lumiere

Spanien 2013, 108 Min.
Spanische Originalfassung mit englischen Untertiteln
Regie: David Trueba
D.: Javier Cámara, Natalia de Molina, Francesc Colomer

Spanien im Jahr 1966, die Zeit der Franco-Diktatur, aber auch die Zeit der Beatles und des Aufbruchs einer ganzen Generation. Antonio ist Englischlehrer und lässt seine Schüler im Unterricht Beatles-Songs rezitieren. So lernt man fürs Leben. Als durchsickert, dass John Lennon sich gerade in Almería zu Filmdreharbeiten aufhält, ist Antonio nicht mehr zu halten. Er will Lennon unbedingt treffen und macht sich in seinem grünen Seat 600 sofort auf den Weg. Während der langen Fahrt von Madrid nach Almería begegnet er zunächst der schwangeren Belén und schließlich dem rebellierenden Teenager Juanjo. Ohne Zögern nimmt er die beiden gestrandeten Anhalter mit auf seine Reise, die noch einige Überraschungen bereithält.
Ein sympathisches Roadmovie mit viel humorvollem Lokalkolorit und drei tollen Darstellern. DAS LEBEN IST EINFACH MIT GESCHLOSSENEN AUGEN (der Titel bezieht sich auf eine Textzeile in dem in Almería entstandenen Beatles-Song "Strawberry Fields Forever") war Publikumsliebling auf vielen Festivals und wurde in Spanien selbst mit sechs Goya-Filmpreisen, darunter "Bester Film", ausgezeichnet.

Unsere Wildnis / Les Saisons

Montag 28.11. um 19.30 Uhr im Clubkino im ZHG 011

Frankreich 2015, 97 Min.
Französische Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Regie: Jaques Perrin & Jaques Cluzaud

Ein Gleithörnchen schwebt von Ast zu Ast, ein junger Fuchs kabbelt sich mit seiner Mutter und ein Wildschwein suhlt sich im Schlamm. Nebenan verrichtet ein Hirschkäfer sein Tagwerk und ein Vogel fällt aus dem Nest. Willkommen in den europäischen Urwäldern. Als vor etwa 15.000 Jahren die letzte Eiszeit den europäischen Kontinent beherrschte, existierten keine Jahreszeiten. Doch mit den folgenden Klimaveränderungen schmolz das Eis, Frühling, Sommer, Herbst und Winter bildeten sich heraus. Nun begann das "Goldene Zeitalter der Wälder" und mit ihm entwickelten sich sowohl zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, als auch der Mensch zu neuer Blüte.
Jaques Perrin und Jaques Cluzaud machen mit ihrer poetischen Naturdokumentation diese Veränderungen erfahrbar und tauchen tief ein in grüne Welten unfassbarer Weite, deren Eindrücke in unterschiedlichen Regionen und Nationalparks in ganz Europa gesammelt wurden. Die stetig ansteigende Dominanz des Menschen wird hierbei ebensowenig verschwiegen wie die daraufhin erfolgenden Anpassungsreaktionen der übrigen Natur. Das Team um Jaques Perrin und Jaques Cluzaud schafft es immer wieder, dem Zuschauer die grenzenlose Schönheit der Natur intensiv und berührend nahezubringen.

Um Himmels willen / Se Dio Vuole

Montag 28.11. um 21.15 Uhr im Lumiere

Italien 2015, 87 Min.
Italienische Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Regie: Edoardo Falcone
D.: Marco Giallini, Alessandro Gassman, Enrico Oetiker, Laura Morante

Tommaso ist Herzchirurg, so erfolgreich wie arrogant. Um seine Frau Carla und seine Tochter Bianca kümmert er sich wenig. Sein ganzer Stolz ist sein Sohn Andrea, der Medizin studiert und in Papas Fußstapfen treten soll. Aber in letzter Zeit wirkt Andrea verändert, er verbirgt offensichtlich etwas. Ist der Junge vielleicht schwul? Tommaso bleibt locker, man ist ja liberal. Doch es kommt viel schlimmer: Andrea offenbart der Familie, er wolle sein Leben künftig Jesus weihen und Priester werden!
Das ist allerdings ein harter Schlag für den überzeugten Atheisten Tommaso. Wer hat seinen Sohn einer Gehirnwäsche unterzogen? Bald stößt er auf den eigenwilligen Priester Don Pietro, der mit einer fulminanten One-Man-Show viele Jugendliche in seinen Bann schlägt. Tommaso ist entschlossen, diesen Don Pietro als Scharlatan zu entlarven. Mit allen Mitteln. In seinem Eifer merkt Tommaso gar nicht, dass seine Frau und seine Tochter ebenfalls beginnen, eigene Wege zu gehen.
Eine temporeiche, in Italien äußerst erfolgreiche Komödie, die Weltbilder und Lebensvorstel-lungen aufeinander prallen lässt. Glänzend gespielt, mit witzigen Dialogen und vielen Überraschungen. Edoardo Falcone erhielt den italienischen Filmpreis David di Donatello als bester Debutregisseur.